NO REASON
2026, Short Film in Post-Production
In einem fiktiven Essayfilm verweben sich Akten einer pensionierten Detektivin mit den Geschehnissen einer revolutionären Hausbesetzung, einem Spionagefilm-im-Film und einer Liebesgeschichte “behind the scenes” zu einer Geschichte wo Fiktion und Realität auf allen Ebenen untrennbar werden.
Eine PRIVATDETEKTIVIN (64) versucht anhand ihrer Akten die Ereignisse eines früheren Falls zu rekonstruieren - eines Falls, dessen Ausgang sie sich bis heute nicht erklären kann. Die Zuschauer*innen folgen ihrer Erzählstimme, die das gesammelte Beweismaterial kommentiert und sie durch die Verstrickungen und Irrwege der Geschichte führt.
Der Fall handelt von einer Gruppe Kunststudent*innen, die beschließen, ihre Wohnung nach der Kündigung des Mietvertrags nicht zu verlassen und sie stattdessen zu besetzen. Um ihren Wohnraum zu retten, wollen sie die Wohnung selbst zum Kunstwerk erklären. Als Teil dieses Vorhabens beginnen sie, einen Spionagefilm zu drehen: In der Geschichte des Films entführen sie die Tochter ihres Vermieters, um ihn zu erpressen.
Für die Rolle der Tochter starten sie einen Open Call, um eine möglichst ähnlich aussehende Darstellerin zu finden. Auf den Aufruf meldet sich jedoch überraschend die echte Tochter des Vermieters: SOPHIA (26). Sie wird Teil der Gruppe und freundet sich nach und nach mit den Studierenden an.
Was zunächst aus Langeweile und Spaß entsteht, beginnt zunehmend die Realität der Gruppendynamik zu beeinflussen. Die Beziehung zwischen zwei der Gruppe GIA (25) und TOTO (29) gerät ins Wanken, als beide beginnen, einen Crush für Sophia zu entwickeln. Die Grenzen zwischen Spiel und Wirklichkeit verschwimmen immer stärker, und die Gruppe gerät zunehmend in den Sog ihrer eigenen Geschichte.
Beim Sichten des Spionagefilms und des „Behind-the-Scenes“-Materials, sowie der Briefe, Waffen und weiteren Beweisstücken entdeckt die Detektivin immer mehr Widersprüche, Parallelen und Unmöglichkeiten. Der „fiktive“ Mord am Ende des Films konfrontiert sie mit der zentralen Frage: Was ist während der Dreharbeiten tatsächlich geschehen?
Nachdem sie das Material ein letztes Mal gesichtet hat, schließt die Detektivin schließlich die Akte - mit dem Gedanken, dass manche Dinge vielleicht auch „for no reason at all“ geschehen.