Summertime Sadness - Kann man noch vertrauen?


Petrikapelle, Brandenburg an der Havel 25.09. - 13.11.2025


Installation View Dialog zwischen einem Rapper und der Aufmerksamkeit, 2025, 11 min, 4K Video







Seit 2017 veranstaltet das Domstift Brandenburg in Zusammenarbeit mit der Stiftung St. Matthäus das Programm »Künstler*in am Dom«. Alle zwei Jahre werden künstlerisch herausragende junge Künstler*innen für drei Monate als Artists-in-Residence an den Brandenburger Dom eingeladen, um dort zu leben und zu arbeiten.

In diesem Jahr ist es der Künstler Tibor Koehne, Absolvent der Weißensee Kunsthochschule Berlin. In Brandenburg entwickelt er eine Filminstallation, die sich mit den Herausforderungen unserer Zeit beschäftigt: »Summertime Sadness« reflektiert eine vielschichtige Gefühlslage, die ein Leiden an der aktuellen politischen Weltlage, den Wunsch nach Veränderung und ein Gefühl der Ohnmacht verbindet: Weltschmerz, ein beinahe unmöglicher Rückzug und beinahe unmögliches Engagement berühren sich in einem unmöglichen Zwischenraum, der einen Weg weisen könnte.
Piccin gemellone


video installation, projection on wooden tree, 19 min, color, sound



Two twin brothers, divided by the world they live in. One has everything, the other is left with nothing. They argue, drift apart-until one of them shatters into a hundred pieces. Between fairy-tale imagery and fleeting moments of everyday life in Berlin, a shimmering portrait emerges: of family, inequality, and the vast whole hidden within the smallest details.




Starring                Laurids & Tibor Koehne

Voice                    Tatja Seibt

Music                    Bill Hartenstein

Add. Filming        Kaja Krebs
and Sound  


Animation           Stefano Molo


thanks to             Harriet & Stefan Koehne
                             Dirk Peuker
                             Hannah Rettl
                             Kaja Krebs
                             Emma Huett
                             Rina Lipkind
                             Daniel Windisch

                       

Alex mein Bruder<3


CNC gefrästes Relief auf eingefärbtes MDF, fortlaufende Serie, Projektion 4min. Loop


In dem Relief Alex mein Bruder <3 sind vier Szenen zu sehen.
Was anfangs wie Mesh-ähnliche Glitche aussieht (nur wenige Partien sind wirklich zu erkennen), wird durch eine aufblitzende Projektion in Farbe getaucht, und, durch kurz eingespielte Geräuschkulissen, Szenen suggeriert, die sich einer endgültige Entzifferung entziehen.
Symbolträchtige Orte wie ein Skatepark, der Vorplatz der Volksbühne oder der Kottbusserdamm erscheinen und werden mit autobiografischen Aufnahmen des Künstlers verwoben. In der fortlaufenden und modular-erweiterbaren Reliefszenerie setzt sich der Künstler mit der eigenen Biografie und Klasse auseinander.





Cleos Joy

Video, 5 min.

Cleo ist ein Deutschdrahthaar-Pudelpointer Mischling. Eine Jagthündin, präziser, ein Vorstehhund. Temparentvoll und verzogen. Sie ist das Glück der Eltern seid die Kinder ausgezogen sind. In Cleos Joys tobt sie durch die Wohnung, von verzerrten Stimmen angefeuert, weiss sie nicht wieso und wohin, sie weiss nur, dass es sich zu freuen gilt. Es ist ein Moment der grundlosen Freude, also quält sie sich verwirrt durch eine weisse Masse aus der sie nicht zu flüchten vermag. Die, natürlich zu kleine Wohnung, wird lediglich durch die negativkanten der Masse erahnbar.






Kravstadt

11 min. 2 channel video installation

The film follows a group of young people who meet in an apartment at Hermannplatz, opposite the historic Karstadt department store. They plan and discuss; yet it remains unclear what exactly is being planned. A revolutionary atmosphere prevails — change is in the air. Radical de-escalation, early recognition of danger, and conflict avoidance are central aspects of all self-defense systems. But how can these methods be applied when the threat is not a person, but something invisible — a spirit, a system?

The work reimagines Jean-Paul Sartre’s Les jeux sont faits in a contemporary context.
The characters exist in a limbo — between life and death, between day and night — where only the lovers are granted a return to the world of the living. Love becomes a means of resistance when one is paralyzed, unable to act.

Karstadt, under the direction of the right-wing multi-billionaire investor René Benko, is soon to be transformed into a luxury complex with upscale offices, apartments, and shops. This marks a sharp rupture in the urban fabric of Berlin-Neukölln and leads to massive displacement. Overcoming shock paralysis — staying capable of action in moments of stress.

The American crayfish, which has become a plague in Berlin in recent years, leaves the water when overpopulated and travels long distances over land in search of new habitats. It threatens endangered local species while at the same time being considered a sustainable gourmet delicacy.