SUMMERTIME SADNESS
solo exhibition, 2025, Petrikapelle Dom zu Brandenburg
Seit 2017 veranstaltet das Domstift Brandenburg in Zusammenarbeit mit der Stiftung St. Matthäus das Programm »Künstler*in am Dom«. Alle zwei Jahre werden künstlerisch herausragende junge Künstler*innen für drei Monate als Artists-in-Residence an den Brandenburger Dom eingeladen, um dort zu leben und zu arbeiten.
In diesem Jahr ist es der Künstler Tibor Koehne, Absolvent der Weißensee Kunsthochschule Berlin. In Brandenburg entwickelt er eine Filminstallation, die sich mit den Herausforderungen unserer Zeit beschäftigt: »Summertime Sadness« reflektiert eine vielschichtige Gefühlslage, die ein Leiden an der aktuellen politischen Weltlage, den Wunsch nach Veränderung und ein Gefühl der Ohnmacht verbindet: Weltschmerz, ein beinahe unmöglicher Rückzug und beinahe unmögliches Engagement berühren sich in einem unmöglichen Zwischenraum, der einen Weg weisen könnte.
The Dialogue Between a Rapper and the Attention is a staged adaptation of Dialogue Between an Icelander and Nature from Giacomo Leopardi’s Operette Morali (1827). Once misread as a pessimist, Leopardi is now seen as a lucid skeptic and proto-existentialist.
This text reinterprets his ideas through the lens of Franco “Bifo” Berardi’s theory of the economy of attention, translating Leopardi’s philosophical despair into the present moment of a young creative who “just wants to rap without offending anyone” and “live a quiet life.”
The rhetorical duel unfolds on a children’s football field in front of a newly restored churchyard and connects to the companion video Summertime Sadness - Can We Still Trust?, in which, as here, the Rubik’s Cube serves as a time machine.
Starring
Vincent Hüdepohl
Sylvia Schwarz
Camera assistant
Laurids Koehne
Sound
Kaja Krebs
Music
OHYUNG
with music by
Ssaliva and Geo Sciarini
mix
Geo Sciarini
PICCIN GEMELLONE
19: min, 5.1 sorround sound
Two twin brothers, divided by the world they live in. One has everything, the other is left with nothing.
They argue, drift apart - until one of them shatters into a hundred pieces. Between fairy-tale imagery
and fleeting moments of everyday life in Berlin, a shimmering portrait emerges: of family, inequality,
and the vast whole hidden within the smallest details.
The peaceful coexistence of twin brothers comes under threat when they develop opposing views
on whether there is such a thing as ‘mine’ and ‘yours.’ What once began as a documentary exploring
his brother’s shopping addiction became a simultaneously archetypal and contemporary parable. Set
between a timeless, allegorical forest and Kreuzberg’s rowdy Rio-Reiser-Platz, Tibor Koehne fluidly
navigates between formats and visual languages to breathe new life into this ancient dilemma.
– Loes van Keulen
Starring Laurids & Tibor Koehne
Voice Tatja Seibt
Music Bill Hartenstein
Add. Filming Kaja Krebs
and Sound
Animation Stefano Molo
thanks to Harriet & Stefan Koehne
Dirk Peuker
Hannah Rettl
Kaja Krebs
Emma Huett
Rina Lipkind
Daniel Windisch
Nichts ist unmöglich - Degreeshow Academy of fine Arts Berlin-Weissensse 2024

ALEX MEIN BRUDER <3
2024, CNC gefrästes Relief auf eingefärbtes MDF, Projektion 4 min. Loop
In dem Relief Alex mein Bruder <3 sind vier Szenen zu sehen.
Was anfangs wie Mesh-ähnliche Glitche aussieht (nur wenige Partien sind wirklich zu erkennen), wird durch eine aufblitzende Projektion in Farbe getaucht, und, durch kurz eingespielte Geräuschkulissen, Szenen suggeriert, die sich einer endgültige Entzifferung entziehen.
Symbolträchtige Orte wie ein Skatepark, der Vorplatz der Volksbühne oder der Kottbusserdamm erscheinen und werden mit autobiografischen Aufnahmen des Künstlers verwoben. In der fortlaufenden und modular-erweiterbaren Reliefszenerie setzt sich der Künstler mit der eigenen Biografie und Klasse auseinander.
CLEOS JOY
2024, Video, 5 min.
Cleo ist ein Deutschdrahthaar-Pudelpointer Mischling. Eine Jagthündin, präziser, ein Vorstehhund. Temparentvoll und verzogen. Sie ist das Glück der Eltern seid die Kinder ausgezogen sind. In Cleos Joys tobt sie durch die Wohnung, von verzerrten Stimmen angefeuert, weiss sie nicht wieso und wohin, sie weiss nur, dass es sich zu freuen gilt. Es ist ein Moment der grundlosen Freude, also quält sie sich verwirrt durch eine weisse Masse aus der sie nicht zu flüchten vermag. Die, natürlich zu kleine Wohnung, wird lediglich durch die negativkanten der Masse erahnbar.










